Für Freitag, 01.05. war allerbestes Wetter angesagt und so sind wir direkt nach dem Frühstück zu einem Tagesausflug durch den Wind River Canyon und zur Stadt Thermopolis aufgebrochen. Nach Rückkehr haben wir für die nächsten zwei Übernachtungen einen Stellplatz auf dem Tough Creek Campingplatz im Boysen State Park eingenommen.
Wind River Canyon Scenic Byway
Ein geologisches Meisterwerk
Der Scenic Byway (Panoramastraße) beginnt in der Stadt Shoshoni und folgt der U.S. 20 in nördlicher Richtung durch den Wind River Canyon und das Wind River Indianerreservat, bis er südlich von Thermopolis endet. Ohne Zwischenstopps beträgt die Fahrzeit insgesamt etwa 40 Minuten. Im 762 Meter tiefen Canyon sind Gesteinsschichten zu sehen, die bis in das Präkambrium vor über 2,5 Milliarden Jahren zurückreichen. Zu den Höhepunkten zählen der Boysen State Park, die Owl Creek Mountains, die „Wedding of the Waters“ und der Bighorn River.
Thermopolis Hot Springs State Park
Das gesundheitsfördernde Wasser
Über farbenfrohe Terrassen entlang des Big Horn River in Thermopolis fließt Wasser aus mineralhaltigen heißen Quellen – ca. 68.000 Liter pro 24 Stunden bei einer konstanten Temperatur von 57° Celsius. Der Park verfügt über ein kostenloses Badehaus, in dem das Wasser für therapeutische Bäder auf einer Temperatur von 40° Celsius gehalten wird. Badende dürfen innerhalb von 2 Stunden 20 Minuten im Wasser verweilen.
Die Terrassen waren den Indianern seit Jahren bekannt und wurden von ihnen genutzt, da sie glaubten, dass das Wasser gesundheitsfördernd sei und einen Krieger im Kampf unbesiegbar machen könne. Häuptling Washakie vom Stamm der Shoshone, der dort ein eigenes Badehaus errichtete, und Häuptling Sharp Nose vom Stamm der Arapaho verkauften die heißen Quellen 1896 an die Vereinigten Staaten unter der Bedingung, dass ein Teil davon für immer für die Nutzung und zum Wohle der Öffentlichkeit reserviert bleiben sollte. Heute ist von Washakies Badehaus nichts mehr übrig, obwohl an der Stelle eine kleine Gedenktafel zu finden ist.
Am nächsten Morgen haben wir ein ausgiebiges Frühstück mit einem wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Berge der Wind River Range genossen. Und für den Rest des Tages war Entspannung angesagt.

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