Am Montag, 09.03. gab es zunächst einen exzellenten Kaffee in der örtlichen Rösterei und schon machten wir uns auf den Weg zur Abholung des Anhängers (Trailer) am Werk der Firma Gulf Stream. Das zumindest dachten wir. Denn dort sagte uns eine wenig motivierte und nicht sehr freundliche Mitarbeiterin, dass das Fahrzeug nicht fertig sei und wir mussten unsere Pläne umschmeißen. Es sollte nicht das einzige Mal gewesen sein.
Also haben wir zunächst die beiden anderen Wohnmobile am Werk der Firma Thor Motor Coach abgeholt und wie gewohnt mit Benzin betankt, mit Propan befüllt, die Wassersysteme gespült und mit Frischwasser gefüllt. Anschließend noch alle technischen System getestet und schon ging es zu unserer Unterkunft, wo wir die Fahrzeuge an 2 Tagen gereinigt und komplett ausgestattet haben. Und das bei (noch) allerbestem Wetter.




Zufrieden mit unserem Werk und der Aussicht auf entspannte weitere Tage ging es am Dienstag, 10.03. in einen außergewöhnlich warmen Abend und Emily und Kenton, die Eigentümer/Betreiber des Bed & Breakfast überraschten uns mit der Empfehlung, im Keller des Hauses den Schutzraum aufzusuchen, weil sich ein Tornado dem Gebiet nähere und die genaue Bahn noch nicht abzusehen sei.
Der Tornado zog jedoch nördlich an uns vorbei und mit Temperaturen von immer noch über 20 (ja, zwanzig!) Grad ging es bei laufender Klimaanlage ins Bett. In der Nacht gab es dann ein heftiges Gewitter mit unwetterartigem Regen und am nächsten Tag fiel die Temperatur innerhalb weniger Stunden auf den Gefrierpunkt.
Am Mittwoch, 11.03. bekamen wir die Meldung, dass sich der Trailer jetzt in der Endkontrolle befände, also letztendlich immer noch nicht fertig sei. Weil es auch den ganzen Tag über weiter regnete und uns bezüglich des Trailers die Hände gebunden waren, machten wir kleinere Erledigungen (u.a. Ersatzteilekauf). Tobias konnte Büroarbeiten erledigen und ich hatte einen längeren Video-Call mit Heidrun.
Donnerstag, 12.03. wurden von mir Kunden am Flughafen von Chicago abgeholt und für eine Übernachtung zum FarmHouse gebracht. Tobias machte nachmittags noch die Einweisung am Wohnmobil und danach ging es zum gemeinsamen Essen im Hunters Hideway Bar & Grill. Spätabends kamen dann noch weitere Kunden mit dem Mietwagen an. Für die Beiden war eine Übernachtung im Wohnmobil eingeplant. Die vorherrschende Kälte sollte dabei das kleinste Problem sein. Denn in der Nacht zog ein schwerer Sturm mit heftigem Wind auf und im FarmHouse fiel das erste Mal der Strom aus.
Am Freitag, 13.03. morgen war der Strom kurz wieder da, um dann endgültig ganz auszufallen. Der Sturm hatte – wie man das von Berichten aus den USA so kennt – einen Strommast aus Holz umgeknickt und die Überlandleitung mit sich gerissen. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit den Kunden im Market St. Manor Bed and Breakfast & Tea House, welches sich ebenfalls im Besitz von Emily und Kenton befindet, konnten wir uns endlich um den Trailer kümmern.
Bei weiterhin kaltem und sehr stürmischem aber zumindest trockenem Wetter konnten wir unter erschwerten Bedingungen – die Stromversorgung war immer noch nicht wiederhergestellt – den Pickup-Truck mit Trailer reinigen und ausstatten und zum Abend hin war dann alles fertig. Beim letzten Abendessen im Grill mit dem ein oder anderen Lieblings-Feierabend-Bier wurden dann noch die Pläne für die (geänderte) Rückreise geschmiedet.
Dazu dann mehr im nächsten Beitrag.


Hallo Chris! Das waren ja Probleme auf allen Ebenen. Wir haben bei all unserer Überführungen zwei Tornadowarnungen erlebt: Einmal bei Jacksonville, da wurde unsere Musik plötzlich durch einen hohen Pfeifton unterbrochen. Wir haben die Interstate sofort verlassen und an einer Tankstelle gefragt, was wir tun sollten, ein anderes Mal in Branson, da heulten schon die Sirenen. Der Betreiber des Campgrounds bat uns in seinen Keller. Zum Glück zog der Tornado 30 Meilen an uns vorbei.
Hallo Werner, zu den Problemen mit dem Trailer dann auch noch die Wetterkapriolen. Und zum Glück zog der Tornado auch an uns vorbei.
Die kalte und stürmische Nacht im Camper beim FarmHouse war echt abenteuerlich für uns, hat uns aber einen Vorgeschmack auf die Wetterkapriolen der nächsten Tage gegeben. Wir mussten am übernächsten Tag auch bei Tornadoalarm in Chesterfield mit Sirenen im Walmart Shelter suchen und waren bei -8 Grad in St. Louis. So langsam aber sicher fahren wir aber dann doch dem Frühling entgegen.
Ein ziemlich verrücktes Wetter zurzeit. In Las Vegas gibt es eine Hitzewarnung mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Wünsche euch, dass der Frühling näher kommt und eine gute und sichere Weiterfahrt.
So viel Aufregung und Unvorhergesehenes, zum Glück hat alles funktioniert😀! Beim Lesen war ich schon total angespannt 🙃.
LG!
Wir waren auch ziemlich angespannt. Aber am Ende hat dann wieder mal alles geklappt.
Bei dir ist ja was los!! Das nenne ich mal Entertainment und hört sich schon beim lesen spannend an.
Viele Grüße und weiterhin eine kurzweilige Zeit 👋
Ja, das war spannend und arbeitsreich zugleich. Hat aber auch viel Spaß gemacht. Ob es nächstes Jahr wohl wieder so aufregend wird 🤔