Von Rushville nach Fairbury –
Am Samstag, 18.04. sind wir frühmorgens nach Downtown Saint Joseph (Missouri) gefahren und haben das Patee House, früher Headquarter (Heimatstation) des Pony Express, besucht.
Das 140 Zimmer umfassende Patee House, 1858 von John Patee erbaut, galt damals als das luxuriöseste Hotel westlich des Mississippi. Im Jahr 1860 richteten Russell, Majors und Waddell im Erdgeschoss des Hotels die St. Joseph-Niederlassung der Central Overland California and Pikes Peak Express Company ein.
Hier hielt Bürgermeister M. Jeff Thompson am 3. April 1860 eine mitreißende Rede vor der begeisterten Menge, bevor der erste Pony-Reiter nach Westen aufbrach:
Dies ist ein großer Tag in der Geschichte von St. Joseph. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Stadt das Tor, durch das die Planwagenkolonnen in den großen Westen zogen. . . . Nun soll sie zum Bindeglied zwischen den beiden Enden des Kontinents werden. Zum ersten Mal in der Geschichte Amerikas wird die Post auf einer Landroute von Ost nach West befördert. . . . Bürger von St. Joseph, ich rufe euch zu: Dreimal Hoch auf den Pony Express!
National Park Service
Das ursprüngliche vierstöckige Backsteingebäude, das mittlerweile 140 Jahre alt ist, steht noch immer an der Ecke 12th Street und Penn Street und beherbergt ein Museum für Kommunikation und Transport, zu dem auch das restaurierte Pony-Express-Büro gehört.
Neben dem Patee House steht das (Original-)Haus in dem der Gesetzlose Jesse James lebte und am 3. April 1882 von Robert Ford erschossen wurde.
Anschließend ging die Fahrt über den Pony Express Highway (US-36) westwärts immer geradeaus durch das Farmland Kansas mit einem Zwischenstopp an der Hollenberg Pony Express Station zu unserem nächsten Übernachtungsplatz in der Rock Creek Station State Recreation Area.
Das Hollenberg-Ranchhaus wurde um 1857 von Gerat H. Hollenberg am Cottonwood Creek erbaut, um vom Handel mit Auswanderern auf dem Weg von Oregon nach Kalifornien zu profitieren, der direkt an seinem Haus vorbeiführte. Neben den Wohnräumen für die Familie Hollenberg diente das Gebäude als Nachbarschaftslebensmittelgeschäft, Taverne und inoffizielles Postamt. Auswanderer konnten sich auf der Ranch mit Proviant versorgen. Drei Jahre später wurde es zu einer Pony-Express-Station und später zu einer Postkutschenstation.
Das ursprüngliche Gebäude steht noch immer. Es ist ein seltenes Beispiel für eine Pony-Express-Station, die an ihrem ursprünglichen Standort unverändert erhalten geblieben ist. Leider zum Zeitpunkt unseres Besuches temporär geschlossen.


| Logbuch | |
|---|---|
| Datum | 18.04.2026 |
| Etappe | Von Rushville nach Fairbury |
| Kilometer | 267 km |
| Wetter | 14° sonnig | 1° klar |
| Highlights | Patee House Museum, Hollenberg Pony Express Station |
| Campground | Rock Creek Station State Recreation Area |
| Fazit | Das Museum ist ein ‚Must-see‘ |
Fahrtstrecke












