Von Dinosaur nach Fruita –
Am Sonntag, 10.05. sind wir schon frühmorgens gestartet und in das Dinosaur National Monument zur Harpers Corner Area gefahren. Und soviel sei schon mal vorweggesagt … auf solch ein Highlight waren wir nicht vorbereitet. Vielleicht ein wenig vergleichbar mit den Canyonlands im Süd-Westen der USA. Der wesentliche Unterschied – und so mögen wir das – dieser Ort hier war menschenleer.
Dinosaur National Monument
Entdecke die Dinosaur
Vor 150 Millionen Jahren lebten hier Dinosaurier. Ihre Fossilien sind noch immer in den Felsen eingebettet. Heute beherbergen Berge, Wüste und durch Schluchten fließende Flüsse eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Felszeichnungen geben Einblick in das Leben der indigenen Bevölkerung und ihre Verbundenheit mit diesem Land. Siedler und Gesetzlose fanden hier Zuflucht. Ganz gleich, ob eure Leidenschaft der Wissenschaft, dem Abenteuer, der Geschichte oder der Landschaft gilt – Dinosaur bietet viel zu entdecken.
Den Bereich mit den Dinosaurierfossilien (Quarry Exhibit Hall) haben wir auf unserer Tour durch das Grosse Becken im Jahr 2008 besucht. In diesem Jahr stand der Bereich um Harpers Corner auf dem Programm.
Harpers Corner Area
Der Harpers Corner Drive liegt auf der Colorado-Seite des Gebietes und ist eine malerische, 55 km lange Höhenstraße, die ins Herz der Schluchtlandschaft des Dinosaur National Monument führt. Von den Aussichtspunkten aus hat man einen weiten Blick auf die Schluchten des Green River und des Yampa River. Direkt am Harpers Corner Drive befinden sich mehrere Picknickplätze und die Ausgangspunkte von drei Wanderwegen. Auf einem dieser Wege können aufmerksame Wanderer Fossilien kleiner Meeresbewohner entdecken, die vor langer Zeit lebten.
Zwar gibt es in diesem Teil des Parks keine Dinosaurierfossilien, doch die Harpers Corner Road bietet einen perfekten Rückzugsort für alle, die dem Lärm und den Menschenmassen entfliehen möchten. Die Straße ist gesäumt von beeindruckenden Aussichtspunkten und Blickpunkten auf die malerische Canyonlandschaft von Dinosaur.
Harpers Corner Trail
Der Harpers Corner Trail führt über einen schmalen Bergrücken zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Unterwegs kann man den Blick über die abgelegene Canyonlandschaft schweifen lassen. Der Green River fließt durch den Whirlpool Canyon, der sich mehr als 762 Meter unterhalb des Weges befindet. Die Pinien und Wacholderbäume spenden an heißen Tagen Schatten und werden von einer Vielzahl von Vögeln frequentiert. Am Ende des Weges befindet sich ein Aussichtspunkt mit weitreichendem Blick auf die Flussschluchten.
Also das Wohnmobil abgestellt und die kurze Wanderung (ca. 3,2 km gesamt) zu einem außergewöhnlich schönen Aussichtspunkt gegangen. Die schneebedeckten Berge, die man in der Ferne sieht, sind die Uinta Mountains. Die Bergkette umfasst Gipfel zwischen 3.353 und 4.123 Metern Höhe, wobei der höchste Punkt der Kings Peak ist, der zugleich der höchste Punkt in Utah darstellt.
Unser Tipp: Für eine gute Ausleuchtung der Canyons die Wanderung vormittags bzw. nachmittags machen. Nein, noch besser … sowohl am Morgen und am Nachmittag. Also unbedingt viel Zeit mitbringen. Allein auch schon wegen der langen Anfahrt.
Von Dinosaur aus ging die Fahrt weiter südwärts auf dem Colorado State Highway 139 über den 2.501 m hohen Douglas Pass nach Fruita am Colorado River. Dort hatten wir einen sehr schönen Stellplatz auf dem Campingplatz im James M Robb State Park (Fruita Section) gebucht. Mit Turkey-Burgern (unsere Neuentdeckung in diesem Urlaub) vom Griddle und einem schönen Sonnenuntergang ging ein traumhafter Tag zu Ende.


| Logbuch | |
|---|---|
| Datum | 10.05.2026 |
| Etappe | Von Dinosaur nach Fruita |
| Kilometer | 241 km |
| Wetter | 24° sonnig | 12° klar |
| Highlights | Harpers Corner Scenic Drive | Harpers Corner |
| Campground | James M. Robb – Colorado River State Park |
| Fazit | USA at its best … deshalb lieben wir das Land |
Fahrtstrecke













Wie war die 139 zu fahren? Wir haben uns letztes Jahr auf Grund von wirklich haarstreubenden Berichten über deren Zustand nicht getraut sie zu befahren was zu einem wirklich langen Umweg führte. lg Stefan
Im ersten Drittel ist die 139 zwar etwas ruckelig aber trotzdem gut zu befahren. Danach ist der Zustand der Straße richtig gut und die Fahrt über den Pass ein Erlebnis. Auf gar keinen Fall „umfahren“.
LG Chris