Geschichte der Osage Nation
Geschichte der Osage Nation

Geschichte der Osage Nation

Oklahoma blickt auf eine reiche und vielfältige Geschichte der amerikanischen Ureinwohner zurück, da zahlreiche Stämme seit Jahrhunderten in diesem Bundesstaat leben. Heute unterhalten 11 vom Bund anerkannte Stämme Reservate in Oklahoma, von denen jedes seine eigene einzigartige Kultur, Traditionen und Selbstverwaltung besitzt.

Die Geschichte der Indianerreservate in Oklahoma ist eng mit der verheerenden Zwangsumsiedlung der indianischen Stämme aus ihren angestammten Gebieten im Südosten in den 1830er Jahren verflochten, einem tragischen Ereignis, das als „Trail of Tears“ bekannt ist. Der „Indian Removal Act“ von 1830 bestimmte Oklahoma zum Indianerterritorium, einem Land, in das die vertriebenen Stämme umgesiedelt werden mussten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Indianerreservate in Oklahoma nicht einfach nur ausgewiesene Gebiete innerhalb des Bundesstaates sind. Es handelt sich um souveräne Nationen, die von der US-Regierung anerkannt sind und über eigene Rechtssysteme, Verwaltungsstrukturen und Selbstbestimmungsrechte verfügen. Diese Stämme verwalten ihr Land, ihre Ressourcen und ihre Sozialprogramme selbst und pflegen so ihre eigenen Gemeinschaften und Kulturen.

Zu den Stämmen gehören u.a. die Cherokee, Chickasaw und Choctaw Nation sowie die Osage Nation, bekannt für ihre bedeutende Rolle in der Ölindustrie. In den 1920er Jahren gehörten die Mitglieder der Osage Nation dank des unter ihrem Land entdeckten Öls zu den pro Kopf reichsten Menschen der Welt. Sie fuhren in Autos mit Chauffeur, bauten Villen und schickten ihre Kinder zum Studium nach Europa. Dann begannen die Osage nacheinander unter mysteriösen Umständen zu sterben, und jeder, der versuchte, Nachforschungen anzustellen, ereilte dasselbe Schicksal.

Als die Zahl der Todesopfer auf mehr als vierundzwanzig Osage anstieg, übernahm das neu gegründete Bureau of Investigation, aus dem später das FBI hervorging, den Fall – eine der ersten großen Mordermittlungen der Organisation. Ein Undercover-Team, zu dem auch einer der wenigen indianischen Agenten des Büros gehörte, drang in die Region ein und hatte Mühe, die neuesten modernen Ermittlungsmethoden anzuwenden. In Zusammenarbeit mit den Osage begannen sie, eine der erschreckendsten Verschwörungen der amerikanischen Geschichte aufzudecken.

Wer sich für diese außergewöhnliche Geschichte interessiert, der kann/sollte das Buch von David Grann „Das Verbrechen: Killers Of The Flower Moon“ lesen oder sich die gleichnamige Verfilmung von Martin Scorsese (mit u.a. Robert De Niro und Leonardo DiCaprio) anschauen.

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Annett Zimmermann
Annett Zimmermann
5 Tage zuvor

Ich habe das wirklich gute und interessante Buch gelesen, findet es beachtlich, dass es verfilmt wurde und dann noch in dieser Besetzung, das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Vielen Dank für den Tipp, ich werde ihn mir auf jeden Fall ansehen und bin schon auf die Umsetzung gespannt!

Frank Gredig
Frank Gredig
6 Tage zuvor

Unfassbar. Habe ich tatsächlich noch nie von gehört. Das Buch werde ich lesen!!! Danke für den Tipp. Euch weiter einen wunderschönen Trip😎

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